… ist es mir SOOO wichtig, mich mit euch hier auszutauschen!! Schon über ein Jahrzehnt bin ich die „Oberschwester“ der Klinik. 

Leider seht ihr mich nicht mehr so häufig vor Ort. Das hat zwei Gründe: Zum einen kann ich in der Klinik zwar die Treppe aus dem OG, wo das Labor, die Katzenstation und die Büros sind, wo auch mein Körbchen steht, noch runter, aber nicht mehr allein hochlaufen. Puh, ist die lang und steil! 

Zum anderen bleibe ich jetzt oft lieber zuhause. Hier ist es ruhig, kein Kommen und Gehen, keiner will was von mir und „Chillen“ ist ja so schön. Außerdem behauptet mein Frauchen, dass ich eigenwillig geworden sei! Na, vielleicht ein bisschen … Essen tue ich nur noch das, was mir passt. Denn wenn ich lange genug das stehen lasse, was ich nicht will, wird mein Frauchen, Ina Krafzel, so unruhig, dass mir dann das angeboten wird, was ich mir wünsche. Zuhause bestehe ich überdies meist darauf, wenn ich einen Kauartikel bekommen habe, diesen auf die kleine Rasenfläche hinter dem Haus zu tragen. Dort nagt es sich wesentlich besser. So erwarte ich das zeitnahe Öffnen der Gartentür für mich! Nochmal zum Thema lange, steile Treppe in der Klinik: Klar lasse ich mich nicht von jedem da hochtragen! Keine Handvoll darf das unfallfrei, nur Herrchen und Frauchen, eine unserer Tierpflegerinnen, Carla, und die Ersthelferin der Klinik, Michaela. Doch dem stimme ich nur zu, wenn ICH die Pfötchen auf die erste Stufe stelle. Nur dann lasse ich mich anheben und tragen, wobei ich dabei klarmache, dass ich das nur dulde, weil ich nicht anders kann. 

So seht ihr, jeder ist individuell. Wie oft habe ich mitbekommen, dass Menschen behaupten, dass wir tierischen Hausgenossen nicht „denken“ können. So ein Quatsch! Ehrlich, ich entscheide immer selbst, dass ich beim Überqueren der Straße den Bordstein abpasse, der niedriger ist, damit ich mich nicht so anstrengen muss.

So freue ich mich, dass mein Frauchen mich so akzeptiert, wie ich bin! Macht das bitte mit euren Mitbewohnern auch so.

Eure Lisbeth