Einigen Menschen würde bestimmt etwas fehlen. Homo sapiens (das sind wir Zweibeiner) kennt das Popel-Phänomen, wenn getrocknetes Sekret die Nase besetzt. Wir gehören zur Unterordnung der Trockennasenprimaten und teilen unser Leid mit Affen und Koboldmakis. Alle anderen Tiere kennen keine Popel-Affäre.
Denn die Hundenase unterscheidet sich komplett von unserer. Sie dient neben der Atmung und dem ausgeprägten Riechsinn insbesondere auch der überlebenswichtigen Wärmeregulierung. Steigt die Körpertemperatur des Hundes, wird die Nase stärker durchblutet, was insgesamt über den Blutkreislauf zu einer Abkühlung führt.
Um das alles leisten zu können, ist die Hundenase immer schön feucht. Diese Feuchtigkeit klärt die Popel-Frage: In dieser Umgebung können diese gar nicht erst entstehen.
Wenn die Hundenase also warm und trocken ist, stimmt etwas nicht mit Ihrem Liebling.