Bei sozialem Lernen und logischem Denken stehen Hunde nicht an erster Stelle. Allerdings macht ihnen, nach Jahrhunderten an unserer Seite, in Sachen Kommunikation keiner etwas vor. Sie können sich vorstellen was wir sehen, deuten unsere Gesten und wissen genau, wann Blickkontakt besteht. Drei Beispiele:

Experiment 1: Zwei Bälle liegen hinter zwei Barrieren. Eine ist durchsichtig, die andere nicht. Der Mensch sitzt dem Hund gegenüber und kann nur den Ball hinter der durchsichtigen Barriere sehen. Fordert der Mensch den Hund auf, den Ball zu bringen, ohne einen bestimmten zu meinen, bringen alle Hunde den Ball hinter der durchsichtigen Barriere. Sie scheinen also zu wissen, dass der Mensch diesen Ball meinen muss, da er den anderen nicht sehen kann. In weiteren Experimenten konnte ausgeschlossen werden, dass der Ball hinter der durchsichtigen Barriere nicht aus anderen Gründen gewählt worden ist. Sieht der Mensch beide oder gar keinen der Bälle, wählt der Hund auch keinen bestimmten mehr aus.

Experiment 2: Hunden wird verboten, das Leckerchen am Boden vor den Pfoten zu futtern. Ist der Mensch mit etwas anderem beschäftigt oder verlässt den Raum, machen sie sich schnell darüber her. Hunde wissen also, wann Blickkontakt besteht und können dabei zwischen offenen und geschlossenen Augen unterscheiden.

Experiment 3: Zwei Becher und nur unter einem ist das Leckerchen. Affen gelingt es in diesem Experiment nicht, den richtigen Becher auszuwählen, obwohl der Mensch darauf zeigt. Hunde wählen überwiegend den richtigen Becher aus, können also unsere Geste deuten.