Wenn es darum geht an die dickste Made zu kommen, reicht der eigene Schnabel manchmal nicht aus. Daher sind einige Vogelarten bei der Nahrungsbeschaffung ganz schön kreativ.

Der Spechtfink auf den Galapagosinseln sucht sich nicht nur einfach ein Stöckchen, mit dem er in den Baumlöchern herumstochert. Nein, er scheint genau zu wissen, welches Stöckchen er für welche Öffnung benötigt. So modifiziert er dieses nach seinen Bedürfnissen: Es wird gekürzt und zur Not auch entgabelt. Und wenn es sich anbietet, wieder verwendet.

Der Kea in Neuseeland hat es da schon schwieriger. Mit seinem gebogenen Schnabel ist es deutlich aufwendiger mit Werkzeugen zu hantieren. Er meistert allerdings nicht nur diese Hürde, sondern geht noch einen Schritt weiter: Ein Experiment hat gezeigt, dass er Werkzeugkompositionen beherrscht.
Aufgabe: Eine Kugel muss in ein Röhrchen gesteckt und das Röhrchen danach angehoben werden. Nur dann fällt das festgeklebte Futter heraus. Für den Kea kein Problem.

Die Wissenschaftler waren vor allem verblüfft, wie schnell der Vogel dazu lernt und das Erlernte auch umsetzt.