Bei Menschen wissen wir, dass Krankheiten, besonders Darmkrankheiten, durch psychische Probleme beeinflusst werden können. Beim Tier wurde dieser Aspekt bisher nur selten berücksichtigt und kaum mitbehandelt. Studien fanden jedoch heraus, dass auch bei Hunden die Psyche eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Darmerkrankungen spielen kann. Hunde, die unter Angststörungen leiden, erkranken deutlich öfter an IBD, inflammatory bowel disease, auf Deutsch »die Krankheit des entzündeten Darmes«.

Beim Menschen spricht man von »Morbus Crohn« oder »Colitis ulcerosa«. Die Symptome sind vielfältig: Durchfall, Erbrechen, Schmerzen, Krämpfe, Gewichtsverlust und Appetitschwankungen kommen infrage. Eine Diagnosestellung ist meist nur über das Ausschlussverfahren möglich. Zu den häufigsten Ursachen von IBD zählen Futtermittelunverträglichkeit, Futterallergie, gestörte Dünndarmmotorik oder eine bakterielle Fehlbesiedelung dieses Darmabschnitts. UND: eben auch psychische Erkrankungen.

Antidepressiva oder Verhaltenstherapien werden bei empfänglichen Menschen bereits eingesetzt. Bei Hunden setzt man auf Eliminationsdiäten, Kortison oder Antibiotika. Wichtig ist jedoch, genau wie beim Menschen, auch beim Tier die Psyche nicht außen vor zu lassen.

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