Die Laufvögel stammen eigentlich aus Südamerika. Doch mittlerweile gelten sie auch in Deutschland als heimisch. Vor über 20 Jahren haben es einige Tiere in Nordwestmecklenburg geschafft, aus ihrem Gehege auszubüchsen. 

Damals dachte man, die wärmeliebenden Tiere würden den deutschen Winter nicht überstehen. Doch scheinbar gefällt ihnen die mecklenburgische „Pampa“, denn mittlerweile leben dort über 200 Tiere. Sie haben sogar ihre Brutzeit an das hiesige Klima angepasst. Die Balz haben die Tiere kurzerhand von Oktober auf Januar und Februar verlegt.

Nicht alle sind davon begeistert: Besonders Landwirte fürchten um ihre Ernte. Unternehmen können sie aber kaum etwas, denn da der Nandu als heimisch gilt, steht er unter Naturschutz. Futter findet er auf den Feldern reichlich. Da natürliche Fressfeinde, wie zum Beispiel Puma oder Jaguar, fehlen, wird es schwierig, den Vormarsch der straußenähnlichen Vögel aufzuhalten. 

Ein Versuch, die Population stabil zu halten, ist die Geburtenkontrolle. Ob das ausreicht, kann noch nicht abgeschätzt werden.